Glossar

Augen

Erhöhte Blutzuckerwerte bei Diabetes kann Folgeschäden an den Augen verursachen. Aus diesem Grund ist die jährliche Vorsorgeuntersuchung beim Augenarzt bei Typ 2 Diabetes nach Diagnosenstellung, bei Typ 1 Diabetes nach 5 Jahren nach Erkrankungsbeginn empfohlen, um Veränderungen frühzeitig erkennen und behandeln zu können. Wenn Sehstörungen wahrgenommen werden, ist es oft schon zu spät.

Bauchspeicheldrüse (lat. Pancreas)

Verdauungsorgan im Bauchraum, zuständig für Stoffe zur Fettverdauung u.a. In der Bauchspeicheldrüse wird darüber hinaus Insulin produziert. bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse wie Entzündungen (Pankreatitis) oder Operationen kommt es daher häufig zum Diabetes mellitus.

Blutzuckermessung

Im Handel sind eine Vielzahl von Blutzuckermessgeräten erhältlich, die den aktuellen Blutzucker hinreichend genau anzeigen. Über einen kleinen Tropfen Blut wird der Blutzucker in wenigen Sekunden bestimmt. Zur genauen Diagnose eines Diabetes sind diese Handgeräte aufgrund von Messungenauigkeiten allerdings nicht geeignet, hier muss ein Laborgerät genutzt werden.

Diabetes mellitus

Erkrankung, die durch erhöhte Zuckerwerte gekennzeichnet ist. Es gibt unterschiedliche Ursachen für die Störung des Zuckerstoffwechsels. Man unterscheidet verschiedene Diabetesformen. Am häufigsten ist der Typ 2 Diabetes mellitus, der durch Insulinresistenz und -sekretionsstörung gekennzeichnet ist. Der seltenere Typ 1 Diabetes mellitus ist eine Autoimmunerkrankung, die durch Insulinmangel gekennzeichnet ist und eine Insulintherapie erfordert. Seltenere Formen des Diabetes mellitus werden gelegentlich als Typ 3 Diabetes bezeichnet.

Diabetisches Fußsyndrom

Als Spätfolge eines Diabetes mellitus kann es zu einer Schädigung der Nerven (Polyneuropathie) und/oder der Durchblutung (pAVK oder „Schaufensterkrankheit“) kommen. Das Risiko für (schlecht heilende) Wunden bis hin zur Amputation steigt dann kontinuierlich an. Sind diese Risikofaktoren gegeben bzw. ist es in der Vergangenheit zu offenen Wunden gekommen, spricht man von einem diabetischen Risikofuß oder tibetischem Fußsyndrom.

Gestationsdiabetes

Bei erhöhten Blutzuckerwerten, die erstmals in der Schwangerschaft festgestellt werden, spricht man von Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes. Jede schwangere Frau sollte zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche durch einen Glucosebelastungstest auf das Vorliegen eines Schwangerschaftsdiabetes untersucht werden. Die Kosten werden von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen getragen. Unbehandelt besteht ein erhöhtes Geburtsrisiko für Mutter und Kind, daher sollte der Schwangerschaftsdiabetes bis zur Entbindung überwacht werden. Nach der Entbindung verschwindet der Schwangerschaftsdiabetes in der Regel wieder, allerdings besteht bei den betroffenen Frauen ein erhöhtes Risiko, später einen Typ 2 Diabetes zu entwickeln.

HbA1c

Der sog. „Langzeit-Zucker“ gibt die Qualität der Einstellung des Diabetes der letzten 3 Monate an und ist ein entscheidender Wert zur Beurteilung der Diabeteseinstellung. Als Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin besteht eine enge Beziehung zum Durchschnittswert des Zuckers im Blut. Abweichungen sind aber bei verschiedenen Erkrankungen möglich.

Insulin

Körpereigener Stoff zur Regulation des Zuckerstoffwechsels, wird in den sog. B-Zellen der Bauchspeicheldrüse produziert. Wie viel Insulin die Bauchspeicheldrüse (noch) produziert, ist nicht exakt messbar. Beim Diabetes mellitus kann sowohl eine verminderte als auch eine gesteigerte Insulinproduktion vorliegen. Ob Insulin in der Therapie eingesetzt werden muss, hängt unter anderem von der Eigenproduktion des eigenen Körpers ab.

Insulinpen

Insulin muss ausnahmelos mit einer dünnen Nadel unter die Haut (subkutan)  gespritzt werden. Insulin wird im Handel üblicherweise in vorgefüllten Ampullen in sogenannten Pens angeboten. Es gibt die Möglichkeit der Fertigpens mit fest eingebauter Ampullen und die Insulinampullen, die wie bei einem Füller gewechselt werden.

Insulinpumpe

Technisches Gerät, das über einen Katheter Insulin kontinuierlich dem Körper zuführt. Einige Modelle arbeiten mittlerweile ohne Katheter. Insulinpumpen sind indiziert bei absolutem Insulinmangel, vor allem bei Typ 1 Diabetes mellitus.